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Augenlidstraffung

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Nach einer gelungenen Augenlidstraffung ist die Augenmimik wieder frisch und munter. Lidkorrekturen sind häufig angewandte ästhetische Operationen, denn sie sind sehr beliebt und auch derzeitig bezahlbar. Die unschönen Schlupflider kommen zum Vorschein, wenn die Haut ringsum die Augen herum an Spannkraft einbüßt. Diesbezüglich kann eine Oberlidstraffung sehr hilfreich sein.

Präoperative Vorbereitung der Augenlidstraffung

Vor der Augenlidstraffung finden ausführliche, intensive sowie detaillierte Beratungsgespräche mit der Patientin oder Patient statt und es werden einige Aufnahmen gemacht um der potentiellen Patientin das Vorher – Nachher Ergebnis zu präsentieren. Vor der Schönheitsoperation wird ein sogenanntes Schnittmuster am Auge in einer Sitzposition angezeigt, denn wenn der Patient liegen würde, würde das Augenlid ganz anders fallen. So wird auch das Übermaß am Lid genau bestimmt.

Bei einer Lidstraffung Vollnarkose?

Während der ganzen OP liegt der Patient auf einer bequemen Liege und kann auf Wunsch sogar klassische Musik hören. Der Patient bekommt grundsätzlich nur ein gut verträgliches sowie sehr leichtes Beruhigungsmittel, welches sofort dafür sorgt, dass dieser sehr ruhig und gelassen wird. Man kann auch vom Anästhesie-Team in eine Art Dämmerzustand versetzt werden und wacht am Ende des Eingriffs wieder auf. Die Operation ist absolut schmerzfrei. Jedoch sollte der Patienten sich nach der OP vom Partner oder Freunden abholen lassen, denn es werden leichte Betäubungsmittel verabreicht.

Augenlidstraffung in München

Augenlidstraffung Muenchen

Die Durchführung der Operationen

Als erstes wird der zu operierende Augenbereich örtlich schmerzunempfindlich gemacht. Die Korrektur des Lids wird durch einen Einschnitt mit einem kleinen chirurgischen Messer vollzogen. Im weiteren Verlauf der Operation wird auch Fett- sowie Muskelüberschuss unterwärts der Augenbraue sowie im inneren Augenwinkel schonend entfernt. Die offene Wunde wird vom Chirurgen mit einen ganz feinen Faden vernäht. Die Augenlidkorrektur dauert ungefähr 20 Minuten pro Augenseite. Nach Entfernung des Hautüberschusses sowie Straffen des Hautgewebes wird nicht nur eine normale Straffung durchgeführt, sondern es wird eine besondere Technik eingesetzt, welche die muskuläre Unterlage des oberen Lids leicht mit anstrafft. Hierdurch entsteht eine sogenannte Umschlagfalte, welche die Augen eine unglaubliche Jugendlichkeit schenkt. Nach der Operation sind die Augen in den meisten Fällen angeschwollen und es treten Blutergüsse auf. Die noch nicht verheilten Operationsflächen werden durch dünnen Pflastern geschützt. Zusätzlich werden die Patienten mit Kühlpads versorgt, welche sie auf die Augen legen können und sollen. In der Woche nach der Lidstraffung sollten die Augen mindestens dreimal pro Tag gekühlt werden. Nach sieben Tagen werden die Operationsfäden sanft entfernt. Die Narbe verspielt sich sozusagen in der oberen Lidfalte. Das bedeutet, die recht feine Narbe schiebt sich in der hinteren Lidfalte hinein. Später ist diese kaum sichtbar, denn sie verläuft raffiniert mit der sogenannten „Krähenfußfalte“, die jeder Mensch besitzt. Sind erst die Schwellungen und Blutergüsse gänzlich von der Hautfläche verschwunden, sieht kein Mensch mehr, dass an diesen Gesicht eine OP durchgeführt wurde. Eine professionelle ambulante Lidkorrektur kostet je nach Art der Narkose sowie Klinik bis zu 2000 Euro. Die Krankenkasse übernimmt nicht die Kosten, denn die Augenlidstraffung gehört zu den nicht notwendigen Operationen bzw. sie geschieht aus freien Stücken. Die einzige Ausnahme, dass die Krankenkasse die vollen Kosten einer solchen OP übernimmt ist wenn die Funktionstüchtigkeit der Augen wiederhergestellt werden muss.

Risikofaktor einer Lidstraffung

Wie auch jeder operativer Eingriff ist auch die Schönheitsoperation am Oberlid mit gewissen Risiken verbunden. Das bedeutet, es können eventuell Nachblutungen und Schwellungen in Erscheinung treten. Sorgen, dass sich das Auge nach der OP nicht mehr schließt oder sich sogar die Form des Auges unansehnlich verändert, sind grundlos. Allerdings sollte der Patient auch keine falschen Erwartungen und Hoffnungen haben, denn eine Schönheitsoperation verändert keine allgemeine Unzufriedenheit.

Nachsorge

Nach sieben Tagen der Schönheitsoperation werden die Nähte sowie Pflasterstreifen gänzlich entfernt. Der Patient muss den Narbenstrich mit einer speziellen Pflegecreme nachbehandeln. Nach zehn Tagen der Oberlidstraffung kann Frau sich bereits wieder schminken. Zu diesen Zeitpunkt kann sie oder er sich auch wieder sportlich betätigen.

Alternativen zur Schlupflidkorrektur

Eine wirklich gute Alternative zur Lidkorrektur gibt es zur Zeit nicht. Wenn das Gewebe um das Auge herum erschlafft, hilft keine Hautcreme mehr. In manchen Fällen kann man es mit Botox versuchen, die Augenbraue etwas anzuheben. Das hätte einen ähnlichen, aber auf keinen Fall vergleichbaren Effekt wie eine gute Lidstraffung. Außerdem hält die Wirkung von Botox nur eine Zeitlang an, eine Oberlidstraffung optimiert das weibliche oder männliche Aussehen um ganze fünf Jahre.

Altenpflege – der Nachwuchs fehlt

Nachwuchssorgen in der Altenpflege führen zu düsteren Zukunftsaussichten

In keiner Branche hat der Fachkräftemangel so verheerende Konsequenzen wie in der Altenpflege. Hier müssen die Bewohner von Heimen unmittelbar die Konsequenzen dieses Fachkräftemangels tragen. Bereits heute haben die Pflegekräfte in einigen Heimen kaum ein offenes Ohr für die Sorgen der Bewohner, da schlicht zu wenige Pflegekräfte eine wachsende Anzahl an Pflegebedürftigen betreuen müssen. Um Anreize für den Nachwuchs zu schaffen und zeitgleich das Image der Altenpflege zu verbessern, sieht sich daher aktuell auch die Politik gezwungen zu handeln.

Das Image der Altenpflege als Auslöser für mangelndes Interesse

Während der Beruf des Arztes oder Anwalts bereits seit Jahren ein sehr hohes Ansehen in der Bevölkerung genießt, befindet sich der Beruf des Altenpflegers eher auf der anderen Seite dieses Spektrums. Das liegt zum Teil an den Anforderungen des Berufs und zum anderen an den Berichten aus den Medien, welche Altenpfleger selbst in ein schlechtes Licht gerückt haben. Bilder von vernachlässigten Heimbewohner und Demenzkranken, die einen großen Teil des Tages sich selbst überlassen werden, haben ein Übriges dazu beigetragen, sich in das Gedächtnis der Gesellschaft einzuprägen.

Nicht selten stoßen daher Jugendliche, die eine Ausbildung zum Altenpfleger in Betracht ziehen, bereits im Elternhaus auf Widerstand. Neben dem schlechten Image trägt auch die unterschiedliche Ausbildungssituation ihr Übriges dazu bei, den Nachwuchs nicht gerade anzulocken. Bei einigen Schulen müssen angehende Altenpfleger Teile der Kosten oder sogar die gesamte Ausbildung selbst finanzieren. Im Gegenzug dafür müssen die Altenpfleger nach ihrer Ausbildung sogar ein geringeres Gehalt als bei vergleichbaren Berufen, wie etwa Krankenpfleger im Krankenhaus, in Kauf nehmen. Auszubildende, welche die Wahl haben, entscheiden sich daher nicht selten für eine Ausbildung zum Krankenpfleger, um dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und für ein sicheres Auskommen zu sichern.

Die Realität der Pflege nur schwer mit den Idealvorstellungen des Berufs zu verbinden

Das Berufsleben mit der Pflege alter oder pflegebedürftiger Menschen zu verbringen, ist ein edles Motiv für die Wahl des Berufs. Doch nicht wenige Auszubildende zum Altenpfleger stoßen bereits während der Ausbildung an ihre Grenzen. Dabei ist es weniger das Gehalt während der Ausbildung, dass Grund zum Zweifeln an der Berufswahl lässt. Vielmehr ist es die Realität in Pflegeheimen, welche die Auszubildenden nicht selten an ihre Grenzen stoßen lässt. Denn nicht selten wird den Auszubildenden erst im direkten Kontakt mit den Bewohnern bewusst, dass das Pflegeheim für diese die letzte Station ihres Lebens bedeutet.

Weiterhin ist auch die Einsamkeit vieler Bewohner, die nur selten oder auch gar nicht von ihren Angehörigen besucht werden, ein Grund die Begeisterung für den Beruf des Altenpflegers zu verlieren. Wer die Ausbildung erfolgreich absolviert, kann sich dagegen beim momentanen Fachkräftemangel den Arbeitsplatz sehr frei auswählen. Begehrt sind natürlich Festanstellungen in Pflegeheimen mit einer hohen Mitarbeiterdichte. Hier ist die Versorgung der Bewohner so gewährleistet, dass auch Zeit für persönliche Gespräche bleibt. In Einrichtungen mit einem Mangel an Mitarbeitern entfallen diese Gespräche nicht selten aus Zeitdruck heraus, um allen Bewohnern innerhalb einer Schicht gerecht zu werden.

In Zukunft dem Fachkräftemangel durch eine neue Ausbildung vorbeugen

Obwohl es zwischen der Arbeit eines Krankenpflegers und eines Altenpflegers so gut wie keinen Unterschied in den täglichen Tätigkeiten gibt, ist der Stellenwert innerhalb der Gesellschaft nicht derselbe. Die deutsche Regierung will diesen Umstand nun ändern und plant daher eine Revolution der Ausbildung für Pflegeberufe. Anstatt wie bisher drei getrennte Ausbildungen für die Krankenpflege, Altenpflege und Kinderkrankenpflege anzubieten, sollen alle zu einer Ausbildung zusammengefasst werden. Das versetzt die Auszubildenden in die Lage, sich freier für eine Arbeitsstelle entscheiden zu können. Der Wechsel von einem Krankenhaus zu einem Pflegeheim würde somit nicht mehr als ein Auf- oder Abstieg gewertet, sondern zu einer Normalität innerhalb des Pflegeberufs werden.

Gleiches gilt auch für Studiengänge und welches Wissen rund um die Pflegevermittelt wird. Hier wird in Zukunft vermehrt auf die Vermittlung praktischer Kenntnisse gesetzt werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Management von Pflegeheimen sehr viel näher an den Arbeitsalltag der Pflegekräfte zu bringen, um Veränderungen nicht zu Lasten der Pflegekräfte umzusetzen. All diese Maßnahmen dienen schlussendlich jedoch immer der Tatsache, auch in einigen Jahren noch eine Pflege gewährleisten zu können, welche einen menschenwürdigen Umgang mit alten und pflegebedürftigen Menschen in der oft letzten Phase ihres Lebens erlaubt.

Im Alter den Versicherungsschutz nicht vernachlässigen

Mit Beginn des Rentenalters fällt auch das Haushaltseinkommen von Paaren sehr viel geringer aus. Um nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten zu müssen, kündigen viele Rentner daher Versicherungen, um wieder mehr Geld zur Verfügung zu haben. Das kann sich jedoch mitunter als eine teure Fehleinschätzung erweisen, wenn in einem Schadensfall plötzlich der gewohnte Versicherungsschutz nicht mehr vorhanden ist. Daher gilt es aus den vorhandenen Versicherungen eine genaue Auswahl zu treffen, um am Ende nicht draufzahlen zu müssen.

Die wichtigsten Versicherungen im Alter

Ein absolutes Muss im Alter sind die Kranken- und Pflegeversicherung. Hier gilt es, auf keinen Fall auf den Versicherungsschutz zu verzichten. Da sich das Risiko einer chronischen Erkrankung, wie einer Herzschwäche oder Diabetes im Alter um ein Vielfaches erhöht, wären die Rechnungen für Arztbesuche und Medikamente einfach zu hoch, um diese selbst auf Dauer selbst zu tragen. Zudem können pflegebedürftige Senioren so nicht von den Leistungen aus der Pflegeversicherung profitieren. Diese sind einzig für die aktuellen Mitglieder reserviert. Jedoch haben auch Rentner die Möglichkeit, die Krankenkasse zu wechseln und so nach einer Kasse mit besseren Leistungen oder geringeren Beiträgen Ausschau zu halten.

Eine weitere Versicherung, auf die niemand im Alter verzichten sollte, ist die Haftpflichtversicherung. Diese kostet meist nur wenige Euro im Monat, deckt im Schadensfall jedoch Kosten bis zu mehreren Millionen ab. Selbst, wer diese eigentlich nie gebraucht hat, ist im Alter auf der sicheren Seite, wenn sich durch die verlangsamte Motorik aus kleinen Unachtsamkeiten große Schäden ergeben. Dies gilt besonders, wenn Gehhilfen oder Rollatoren benötigt werden, bei denen leicht Macken an Türen entstehen oder Vasen zu Bruch gehen können.

Mit einer privaten Vorsorgeversicherung auch die Angehörigen vor Zahlungen schützen

Zu den Versicherungen, die im Alter einen wichtigen Schutz vor Altersarmut bieten, gehören zwei Vorsorgeversicherungen, die jedoch bereits in frühen Lebensjahren abgeschlossen werden sollten. Gemeint sind damit die private Renten- sowie Pflegeversicherung. Die Rentenversicherung beginnt mit dem Eintritt in das Rentenalter einen monatlichen Betrag auszuzahlen. Im Idealfall sollte dieser Betrag so hoch sein, um damit die Lücke zwischen dem Gehalt und der Rente auszugleichen. Die Auszahlung einer privaten Pflegeversicherung beginnt dagegen mit der beginnenden Pflegebedürftigkeit. Dies kann lange vor Beginn des Rentenalters oder auch lange danach der Fall sein. Wichtig ist es, eine Versicherung abzuschließen, bei welcher im Schadensfall die monatlichen Zahlungen aussetzen. Dies erhöht das Budget für eine professionelle Pflege Zuhause oder auch in einer Pflegeeinrichtung.

Diese privaten Vorsorgeversicherungen dienen nicht nur der eigenen Absicherung, sondern können auch Kinder oder erwachsene Enkel vor Unterhaltszahlungen schützen. Reichen etwa die eigenen Mittel für die Lebenshaltungskosten oder die Unterbringung in einem Pflegeheim nicht aus, springt der Staat erst ein, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Zu Unterhalt verpflichtete Verwandte sind daher verpflichtet, ihre Finanzen offenzulegen und den Unterhalt in der festgelegten Höhe zu leisten. Haben etwa Erwachsene, selbst Immobilien abzuzahlen oder Kinder in der Ausbildung zu unterstützen, kann der Elternunterhalt eine große finanzielle Belastung darstellen.

Versicherungen, die im Alter überflüssig werden können

Eine der ersten Versicherungen, die mit Beginn der Rente gekündigt werden können, ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Da kein Beruf mehr ausgeübt wird, kann auch der Schadensfall nicht mehr eintreten. Die Versicherungspolicen sind jedoch so ausgerichtet, dass sie etwa bei Pflegebedürftigkeit im Alter nach Beginn der Rente keine Leistungen mehr auszahlen. Endet die Versicherung mit Beginn des Rentenalters, ist zudem keine Kündigung notwendig. Beibehalten werden sollte die Versicherung nur, wenn für die Zeit nach der Rente bereits geplant ist, einen Nebenjob auszuüben, um die Rente aufzubessern. Dann sollte die Police aber möglichst neutral gehalten sein, falls der Nebenjob in einem anderen Bereich als in der zuletzt ausgeübten Berufsbranche fällt. Weitere Versicherungen, die gegebenenfalls gekündigt werden können, sind die Gebäudeversicherung sowie die Hausratversicherung. Dies kann der Fall sein, wenn Senioren im Alter in den Haushalt ihrer Kinder ziehen. Hierbei können die Senioren in die bestehenden Versicherungen der Kinder aufgenommen werden, um so etwas Geld einzusparen.

Hilfe und Beratung für pflegende Angehörige

Pflegestützpunkte und Co helfen auch den Angehörigen, die Pflege besser zu organisieren

Nicht jede Pflegebedürftigkeit eines Angehörigen zeichnet sich bereits Monate im Voraus ab. Nach einem Unfall oder einem Schlaganfall müssen Angehörige manchmal in relativ kurzer Zeit eine 24-stündige Pflege organisieren. Dabei auf sich alleine gestellt zu sein, ist eine Mammutaufgabe, die schnell überwältigend wirken kann. Gleiches gilt auch für Menschen, die bereits länger einen Angehörigen pflegen und in die Gefahr geraten, sich zu verausgaben. Für jeden dieser Fälle gibt es zahlreiche Hilfs- und Beratungsangebote, welche die Angehörigen unterstützen und über ihre Rechte und Pflichten aufklären.

Bei den ersten Schritten eng mit den Krankenkassen und Sozialstationen zusammenarbeiten

Erhalten Angehörige einen Anruf, dass sich ein Verwandter oder der Ehepartner im Krankenhaus befindet, ist die Aufregung in der Regel zu groß, um sich weitere Gedanken zu machen. Erst später, wenn sich die erste Aufregung gelegt hat, wird ersichtlich, dass diese Person auch nach dem Krankenhausaufenthalt weiterhin auf Hilfe angewiesen sein wird. Verfügt das Krankenhaus über eine Sozialstation, ist hier eine erste Anlaufstation, um sich über Pflegedienste oder andere Alternativen für die Pflege im häuslichen Umfeld zu informieren. Weiterhelfen kann auch die Krankenkasse des Patienten. Hier können Anträge für Hilfsmittel oder auch die Beantragung einer Pflegestufe, bzw. ab 2017 die Beantragung eines Pflegegrades, gestellt werden. Weiterhin finden sich hier auch Informationen zu den Therapienageboten. Zu wissen, ob eine Reha bezahlt wird oder Therapien, welche nur mit Zuzahlungen oder auf eigene Kosten erhältlich sind, helfen bei der Einschätzung, ob sich der Angehörige vollständig erholen wird oder längerfristig auf Hilfe angewiesen ist. Auf dieser Basis können alle weiteren Schritte zur Organisation der Pflege aufbauen.

In Pflegestützpunkten immer einen kompetenten Ansprechpartner finden

In den letzten Jahren haben überall in Deutschland Pflegestützpunkte eröffnet. Diese dienen dazu, Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen einen festen Anlaufpunkt für alle Fragen rund um die Pflege zu geben. Bei der Beantragung von Leistungen aus der Pflegeversicherung wird in der Regel bereits ein Gutschein für eine Beratung an einem Pflegestützpunkt in der Nähe übergeben. Bei der Beratung selbst können auch die Angehörigen teilnehmen, um so zu erfahren, wie die Pflegestufen oder Pflegegrade vergeben werden und welche Möglichkeiten des Einspruchs bestehen. Die Pflegestützpunkte arbeiten dabei unabhängig, was bedeutet, dass diese nicht an die Meinung der Krankenkassen gebunden sind und somit auch eine abweichende Einschätzung der vorgefundenen Situation treffen können. Zudem vereinbaren Mitarbeiter der Pflegestützpunkte auch vor Ort Termine, um in der Wohnung des Pflegebedürftigen zu überprüfen, welche Maßnahmen für einen behindertengerechten Umbau der Wohnräume ergriffen werden müssen.

Die entlastenden Leistungen der Krankenversicherung für Angehörige wahrnehmen

Aus Kostengründen informieren die Krankenkassen die Angehörigen nicht immer von selbst über alle ihnen zur Verfügung stehenden Angebote. Dazu zählen zum Beispiel Pflegekurse. Hierbei können Angehörige an Kursen teilnehmen, die ihnen das oftmals fehlende medizinische Wissen vermitteln. Dieses reicht von der Verabreichung von Medikamenten über das Anlegen von Verbänden bis zum richtigen Lagern bettlägeriger Angehöriger. Bezahlt werden die Kurse jeweils von der Krankenversicherung des Pflegebedürftigen. Durch die Kurse fällt es vielen Angehörigen leichter, routinierte Abläufe in der Pflege zu entwickeln, damit sich diese Routine auch auf den Tagesablauf positiv auswirkt.

Weiterhin stehen Angehörigen auch Leistungen der Verhinderungspflege zur Verfügung. Diese Leistungen können bis zu 28 Tage im Jahr in Anspruch genommen werden. Dabei kann es sich um einzelne Tage oder auch mehrere Tage am Stück handeln. In dieser Zeit werden die Angehörigen zum Großteil in Pflegeeinrichtungen von Fachkräften betreut. Dies erlaubt es etwa den Angehörigen in den Urlaub zu fahren, wichtige Termine wahrzunehmen oder auch die Wohnung zu renovieren. Die Leistungen der Verhinderungspflege werden zusätzlich zum Pflegegeld ausgezahlt und haben somit keine Auswirkungen auf dessen Höhe.

Pflege 2.0 – Im 21. Jahrhundert Technik und den menschlichen Faktor in der Pflege verbinden

Mit der wachsenden Anzahl an Pflegebedürftigen, die bereits in den kommenden Jahren erwartet wird, ist es ein Muss, die aktuellen Pflegekonzepte immer wieder einer genauen Prüfung zu unterziehen. Dies geht meist Hand in Hand mit den technischen Fortschritten. Von Androiden bis zu anderen technischen Hilfsmittel für die Badewanne und Co kann diese Hilfe jedoch nie den menschlichen Kontakt im täglichen Umgang mit Pflegebedürftigen ersetzen. Daher gilt es auch im zwischenmenschlichen Zusammenleben der Generationen neue Wege zu gehen.

Mit Androiden dem Fachkräftemangel effektiv begegnen

Die Zukunft hat in einigen Pflegheimen schon lange begonnen. Menschen, die in ihrem Leben noch kein Handy besessen haben und auch kein Profil in den sozialen Medien mit täglichen Posts aktualisieren, werden täglich von Androiden betreut. Diese versorgen Sie mit Medikamenten oder benachrichtigen die Mitarbeiter von Pflegeheimen bei Stürzen. Diese Pilotprojekte finden aktuell auch in vielen deutschen Pflegeeinrichtungen bereits statt. Viele Pflegebedürftige haben sich dort bereits an die Stimme der elektronischen Pflegeroboter gewöhnt, die sie am Morgen wecken und mit den benötigten Medikamenten versorgen. Gleiches gilt auch für Demenzpatienten, die mit Robotern und Puppen in ihrem Alltag ermutigt werden, jenseits der Erinnerungen an ihr Leben vor der Erkrankung eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu finden.

Der Hintergrund der Notwendigkeit dieses Vorgehens besteht schlicht in einer Mischung aus dem nicht zu leugnenden Fachkräftemangel in der Altenmangel sowie der Entlastung der derzeitigen Angestellten. Kritiker beurteilen diese Pilotprojekte jedoch auch problematisch. Sie sehen darin einen Versuch, die menschliche Arbeit auf belastbarere Androide zu verteilen.

Moderne Pflegekonzepte haben aber eher eine Kombination aus menschlichen Altenpflegern zum Ziel, bei denen es mit der Hilfe von Robotern gelingen soll wieder mehr Zeit für jeden einzelnen Bewohner zu haben.

In Mehrgenerationenhäusern sich gegenseitig in allen Lebensphasen unterstützen

Das Leben mit mehreren Generationen galt noch bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts als das normale Zusammenleben innerhalb einer Familie. Jedoch bestand eine Familie damals seltener aus mehr als drei Generationen. Mit der steigenden Lebenserwartung hat sich auch das geändert. Heute ist es überhaupt nicht ungewöhnlich, die eigenen Enkel oder Urenkel aufwachsen zu sehen. Dennoch wohnen mehrere Generationen heute sehr viel seltener zusammen als noch vor 100 Jahren. Die Pflegekonzepte der Zukunft setzen verstärkt auf diese Art des Zusammenlebens. In immer mehr Großstädten entstehen daher von den Gemeinden geförderte Mehrgenerationenhäuser.

In Mehrgenerationenhäusern kommen Menschen unterschiedlichen Alters zusammen und unterstützen sich gegenseitig in ihrem Alltag. Jeder Bewohner oder auch jede Familie hat dabei seine bzw. ihre eigene Wohnung. Die Bewohner müssen dafür aber nicht miteinander verwandt sein. Ziel ist es, die Schwächen auszugleichen und somit das Leben aller zu verbessern. Typisch ist zum Beispiel, dass Rentner die Kinder von alleinerziehenden Mitbewohnern des Mehrgenerationenhauses hüten oder ältere Nachbarn bei ihren Besorgungen oder Arztbesuchen unterstützt werden. Im Gegenzug ist die Miete in diesen Häusern oft niedriger, da die Hilfe in der Freizeit hier sozusagen mit der Miete verrechnet wird. Wer sich nicht an diese Spielregeln hält und sich der Hilfe verschließt, kann im Gegenzug gefahrlaufen eine Kündigung im Briefkasten zu finden. Bei vielen Senioren sind Mehrgenerationenhäuser beliebt, da sie hier weiterhin eine Aufgabe finden und sehr viel eher Kontakt zu den Nachbarn finden als in den oft sehr anonym gewordenen Mehrfamilienhäusern.

Im Alter in einer Senioren-WG gegenseitige Unterstützung erfahren

Die Zeiten, in denen mit spätestens 30 Jahren die Zeit in einer WG enden sollte, sind vorbei, wenn es nach den neuesten Pflegekonzepten geht. In diesen Konzepten werden Senioren-WGs nicht nur vorgestellt, sondern bereits aktiv in vielen deutschen Städten gelebt. Senioren, die nicht allein leben möchten oder nicht mehr alleine leben können, ziehen hier zusammen und unterstützen sich gegenseitig im Alltag. Zugute kommt dies auch Senioren mit einer kleinen Rente, die sich durch die geteilte Miete eine wesentlich komfortablere Wohnung als alleine leisten können. Senioren-WGs finden sich entweder alleine zusammen über den Freundeskreis und Anzeigen in der Zeitung oder werden auch durch die Gemeinden unterstützt. Nicht selten wird dabei neuer, altersgerechter Wohnraum speziell für Senioren-WGs reserviert.

In Häusern mit mehreren Senioren-WGs steht zudem in der Regel eine Pflegekraft oder auch ein Pflegedienst zur Verfügung, welcher die Bewohner unterstützt, welche auf mehr Hilfe angewiesen sind. Der Umzug in ein Pflegeheim kann so verzögert oder sogar ganz vermieden werden. Jedoch gibt es auch hier bei der Planung dieser Idee durchaus ernste Hintergedanken. Denn im Zuge der Wohnungsknappheit in vielen Großstädten haben Statistiken ergeben, dass viele Senioren noch in den Wohnungen leben, in denen sie 2 oder sogar mehr Kinder großgezogen haben. Deren Zimmer stehen nun leer oder werden als Gästezimmer für Besucher genutzt. Senioren-WGs sollen daher auch einen Anreiz bieten, diese Wohnungen wieder Familien mit Kindern zur Verfügung zu stellen, ohne dabei auf das Leben in einer großen Wohnung verzichten zu müssen.

Die Altenpflege steht noch immer im Schatten der angeseheneren Krankenpflege

Beide Berufe erfordern ein hohes Engagement und Freude bei der Arbeit mit Menschen. Dennoch ist der Beruf des Krankenpflegers oft mit einer höheren Wertschätzung verbunden, als sie den hunderttausenden Altenpflegern in Deutschland bei der Nennung ihres Berufs wiederfährt. Dabei bauen beide Pflegeberufe auf der gleichen Basis an Fähigkeiten auf und unterscheiden sich im Arbeitsalltag oft nur minimal. Diese Gemeinsamkeiten sollen daher in Zukunft bereits während der Ausbildung stärker miteinander verknüpft werden, um den Arbeitsmarkt im Bereich der Pflege insgesamt dynamischer zu gestalten.

Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Pflegeberufe

Jeder kennt die gut gelaunten Krankenschwestern und Pfleger, die bei einem Krankenhausaufenthalt nicht selten besser helfen können als studierte Mediziner. Dementsprechend hoch ist auch das Ansehen von Krankenpflegern innerhalb der Bevölkerung. Im Gegensatz dazu erleben Altenpfleger nicht selten eher mitleidige Blicke, wenn Sie ihren Beruf in Gesprächen erwähnen. Dabei sorgen auch diese dafür, dass viele alte Menschen, die nur selten von Angehörigen besucht werden, dennoch ein Pflegeheim als ihr Zuhause empfinden.

Einen Beitrag zum schlechten Image des Berufs des Altenpflegers haben sicherlich auch viele Berichte geleistet, in denen die unzureichenden Verhältnisse in Pflegeheimen angeprangert werden. Ein weiterer Faktor besteht in der Tatsache, dass sich der Beruf des Altenpflegers in den letzten Jahren immer mehr zu einer zweiten Chance für Quereinsteiger erwiesen hat. Aufgrund des seit Jahren andauernden Mangels an Pflegekräften, waren nicht selten Langzeitarbeitslose gezwungen, sich in Umschulungen zur Pflegekraft weiterbilden zu lassen. Diese eigentliche Lustlosigkeit auf den Beruf zeigt sich auch im Rat vieler Altenpfleger, die Praktikanten und Interessierten gerne dazu raten, lieber den Beruf des Krankenpflegers zu erlernen. Später bestünde immer die Gelegenheit, den „Abstieg“ in die Altenpflege zu erwägen. Das Ansehen der beiden Berufe stellt daher mit Abstand den größten Unterschied dar.

Die alltäglichen Tätigkeiten der beiden Berufsfelder unterscheiden sich dagegen kaum voneinander. Einzig bestimmte Spezialisierungen, wie etwa die Betreuung von Patienten nach einer Operation oder die Pflege von Kindern auf der Säuglingsstation, waren bisher einzig auf den Beruf des Krankenpflegers beschränkt. Doch auch in diesem Bereich haben klassische Altenpfleger bei ihrer Tätigkeit in den letzten Jahren durch Pflegeheime, die sich etwa ausschließlich auf die Betreuung von Kindern und Jugendlichen konzentrieren, aufgeholt. Gemeinsam haben beide Berufe zudem den hohen Grad an Eigenverantwortung. Zwar folgen beide Berufe einem von Ärzten erstellten Behandlungsplan, wie etwa bei der Medikamentenvergabe, dennoch sind es in der Regel die Pflegekräfte, die bemerken, wie Medikamente anschlagen oder ob sich der Zustand eines Patienten langsam verbessert. Erforderlich dafür ist, neben der Erfahrung, auch ein Gefühl, welches unabhängig davon ist, ob sich der Arbeitsplatz in einem Pflegeheim oder in einem Krankenhaus befindet.

Wachsende Herausforderungen für die Zukunft des Pflegeberufs

Der heutige Mangel an Pflegekräften ist eine ebenso große Realität wie der seit Jahren prognostizierte demografische Wandel. Dieser besagt, dass die Anzahl an Rentnern und Pflegebedürftigen bereits bis zum Jahr 2050 deutlich zunehmen wird. Eine der deutlichsten Zahlen in diesem Zusammenhang gibt an, dass die heute bereits sehr große Zahl an Pflegebedürftigen von 2,5 Millionen Menschen nochmals um 500.000 auf 3 Millionen ansteigen wird. Dies stellt nicht nur das Rentensystem vor eine Herausforderung, sondern auch die Pflegeeinrichtungen, die sich schon heute schwertun, Anreize für den Beruf des Altenpflegers zu schaffen. Die Auswirkungen werden jedoch auch an den Krankenpflegern nicht spurlos vorbeigehen, da ein kosteneffizientes Arbeiten hier in den nächsten Jahren immer mehr zu einem Muss für den Betrieb von Krankenhäusern werden wird.

Hier zeigt sich schnell ein weiterer Unterschied beider Berufe in der Beziehung der Menschen, welche Alten- und Krankenpfleger in ihrem Berufsalltag betreuen. Während bei beiden Berufen die Schichtarbeit sowie die Arbeit in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen zur Normalität zählt, ist die Bindung zu den Pflegebedürftigen in Heimen sehr viel stärker als zu den schnell wechselnden Patienten in Krankenhäusern. In Pflegeheimen werden die Bewohner üblicherweise über Monate und Jahre betreut. Der enge Kontakt ist dabei sowohl einer der positiven Aspekte des Berufs als auch schmerzlich, da in Pflegeheimen das Ende der Betreuung in der Regel durch den Tod des Bewohners beendet wird.

Mit einer Reform der Pflegeberufe mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt garantieren

Im Jahr 2018 soll es endlich soweit sein. Dann wird die Berufsausbildung von Alten- und Krankenpfleger aller Voraussicht nach zusammen erfolgen. Das soll es besonders den Wechsel des Berufs zwischen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen erleichtern. Doch es zeichnet sich besonders unter den Betreibern von Pflegeheimen der erste Widerstand gegen die Pläne ab. Fakt ist, dass auch die oftmals privaten Träger der Pflegeheime diese nicht betreiben, um ausschließlich kostendeckend zu arbeiten. Bereits heute zeigt sich, dass die aktuell über 2,5 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland in Bezug auf die Pflege auch einen Wirtschaftsfaktor darstellen. Mit der Zusammenlegung der Ausbildung müssen die Betreiber dieser Entwicklung zwangsläufig auch finanziell Rechnung tragen. Schließlich werden es nur noch wenige Altenpfleger akzeptieren 5.000 € oder sogar weniger Gehalt im Jahr zu erhalten als ihre identisch qualifizierten Kollegen in der Krankenpflege.

Bisher sind die Experten im Gesundheitswesen von dieser Reform besonders in Hinsicht auf die Vorteile für die Altenpfleger überzeugt. Doch auch die Krankenpfleger müssen sich bereits in naher Zukunft neuen Herausforderungen stellen. Zu einer dieser Herausforderung zählt die Behandlung von immer mehr demenzkranken Patienten. Diese sind nur eingeschränkt in der Lage sich ihrer Umwelt mitzuteilen oder auch die aktuellen Symptome richtig zu beschreiben. In dieser Hinsicht verfügen Altenpfleger bereits über wertvolle Erfahrungen, welche in der Regel bereits während der Ausbildung vermittelt werden. Beide Berufsgruppen haben durch die Zusammenlegung daher die Chance voneinander zu profitieren.

Pfleger aus Polen – Warum eigentlich nicht?

Seit 2011 sind alle Hürden beseitigt: Mit dem 1. Mai begann die Arbeitnehmerfreizügigkeit für alle Länder, die seit 2004 der EU angehören. Das betrifft gerade auch den Bereich der Pflege und Haushaltshilfe. Wie jeder weiß, waren Osteuropäer schon immer gern gesehene Arbeitsgäste in der Pflege, schließlich werden gerade die Polen sogar in der Ärztezeitung immer wieder als besonders kompetent, hilfsbereit und zuverlässig beschrieben. Doch man musste sich immer irgendwie schwarz kümmern, manch einer erhielt unseriöse Angebote und im Ganzen war es natürlich auch für die Pfleger selbst kein Zuckerschlecken. Viele sind oft sehr gut ausgebildet, finden aber zu Hause nur schwer eine ähnlich gut bezahlte Stelle wie in Deutschland das in Privathaushalten möglich ist. Denn auch in Polen und in ganz Osteuropa ist Pflege natürlich unterbezahlt und mit übermäßigem Arbeitsaufwand verbunden, auch wenn dort in sehr vielen Fällen die Eltern von den eigenen Angehörigen betreut werden. Andere Länder haben diese Form der Arbeitsteilung einfach noch nicht entwickelt, was vielleicht auch mit religiös-kulturellen Besonderheiten zusammenhängt. Ohne ausholen zu wollen: In Polen, dem Land der Katholiken, ist Individualität kein solch extrem bedeutsames Thema wie in den protestantischen Ländern des Westens. In Polen ist es keine Last, sondern vielmehr eine ganz selbstverständliche Sache, sich der Alten in Familie anzunehmen und dabei gut und gern auch auf eigene Vorhaben zu verzichten!

krankenpflege-ambulanzDoch der Arbeitsmarkt ist in Osteuropa zwar am Wachsen, die Pflege aber wie überall natürlich unterbezahlt. So entschließen sich eben nicht wenige, ihr Glück hier bei uns zu versuchen und ich persönlich finde das gar nicht schlecht. Wir haben hier, wie ich schon beschrieben habe, einen echten Mangel an Pflegern, kaum einer will dieser sehr schwere und unterbezahlte, wenn auch wenigstens krisensichere Arbeit annehmen. Klar, aus purer Not heraus entscheiden sich viele Jugendliche für eine solche Ausbildung, ohne genau zu wissen, was da auf sie zukommt. Und seitdem der Zivildienst weggefallen ist und nur noch wenige junge Leute soziale Dienste freiwillig leisten, spüren die Pflegeeinrichtungen einen Mangel an Arbeitskräften.
Deshalb also die Polen. Doch ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn der wahrscheinlich bei Weitem entscheidende Faktor, der finanzielle, gilt nur, wenn man sich eine polnische Haushaltshilfe ins Haus holen möchte. Aus arbeitsrechtlichen Gründen sind die Agenturen, gleich ob aus Deutschland oder Polen, dazu verpflichtet, für echte pflegerische Dienste auch den hier geltenden Mindestlohn zu zahlen! Der ist nicht so niedrig wie in Polen und so werden bei einer Vollzeitpflege, selbst durch eine Polin durchgeführt, die gleichen Beträge fällig wie bei einer deutschen Kraft. Das sollte man bedenken und stattdessen die flexiblen, wenn auch (wie immer) ein wenig seltsamen rechtlichen Regelungen ausnutzen.

24-stunden-betreuungVielmehr lohnt es sich nämlich und das sage ich auch aus persönlicher Erfahrung, sich mit einer Haushaltshilfe, so die Bezeichnung im Fachjargon, auseinanderzusetzen. Diese ist für maximal 2000 Euro im Monat zu haben. Oft ist das noch viel preiswerter und in dieser Summe sind Kost und Logis und meistens auch die Vermittlungsgebühr der Agentur enthalten. Dazu gleich noch mehr.
Eine Altenbetreuung aus Polen leistet dabei alle wichtigen Handgriffe, die alte Leute im Alltag nötig haben: Waschen, Putzen, Rasieren, Einkaufen und natürlich Unterhalten. Allein die medizinische Betreuung ist ihnen untersagt, sie können zum Beispiel keine Spritze setzen oder eigenmächtig Diagnosen stellen. Freilich, und das ist der Clou der Sache, handelt es sich bei den „Haushaltshilfen“ in der Regel um richtig gut ausgebildete Pfleger, die in diesem Hilfsjob mehr verdienen als in ihrem richtigen Beruf und in der Heimat! Wenn also Blutdruck oder Fieber gemessen werden muss oder auch der richtige Handgriff beim Baden nötig ist – die Polen beherrschen das alles und sind deshalb eher Pfleger als Putzkraft. Aber der rechtliche Rahmen legt die Bezeichnung und damit auch die Tätigkeiten fest, ein Umstand, der trotzdem viele Vorteile hat.

alter-mann-24-stunden-pflegeWenn ich manchmal mit zu einer Heimpflege fahre und dort eine Spritze setze, treffe ich gelegentlich auch ausländische Pfleger, allen voran eben die Polen. Sie sind immer sehr aufgeschlossen und hilfsbereit, sprechen meistens gut Deutsch und gehen mir fachgerecht zur Hand. Die alten Leutchen hingegen sind ebenso begeistert, loben ihre „Natalia“ oder ihre „Karolina“ immer wieder und ich kann mir manchmal gar nicht vorstellen, wie ihr Leben wohl ohne diese fleißigen Unterstützer aussehen würde. Das größte Problem im Alter sind die fehlenden oder mangelhaften sozialen Kontakte. Wenn der Lebenspartner stirbt und es schwer fällt, das Haus zu verlassen, dann sind oft Fernsehen und Radio, vielleicht noch das Telefon die einzigen Bezugspunkte für viele Senioren. Sehr schade, denn wie jeder weiß, haben sie doch so viel mitzuteilen! Wenn ich in unserem Pflegedienst ambulante Betreuung durchführe, dann sind wir mit den Kollegen immer bemüht, möglichst viel Zeit bei den Leuten zu verbringen. Doch sowohl der rechtliche Rahmen unserer Arbeitszeit wie auch die schiere Masse an Menschen, die versorgt werden müssen und nicht zuletzt unsere eigene Kraft lässt uns immer noch viel zu wenig Zeit, um vielleicht mal ein Gespräch zu führen und sei es nur über belanglose Sachen aus dem Alltag. Kein Wunder, dass viele Senioren den Eindruck haben, der ambulante Pflegedienst arbeite wie eine Art Maschine streng nach Vorschrift und möglichst schnell und reibungslos. Dieser Eindruck entsteht aber zwangsläufig und so sind polnische Pflegekräfte im Privaten eine runde Sache. Sie sind immer da, haben Zeit und kümmern sich aufopfernd, das jedenfalls kann ich bestätigen. Auch wenn es vermessen klingt, aber Deutschland wäre niemals so reich und wohlhabend, wenn nicht stets auch ein großes Heer an Zuwanderern hier arbeiten würde und das schon in der Vergangenheit (der westdeutschen BRD) getan hatte. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wenn man nun eine solche Kraft aus Osteuropa sucht, dann sollte man sich nicht an das deutsche Arbeitsamt wenden. Die Angestellten dort sind eher auf Schikane von Arbeitslosen aus und oftmals gar nicht auf dem rechtlich aktuellen Stand. Es gibt vielmehr spezialisierte Agenturen in Polen und auch in Deutschland, die direkt und unkompliziert die passende und vor allem legale Pflege vermitteln. Da wird ein genaues Profil erstellt, die Heraus- und Anforderungen brauchen schließlich die richtige Pflege und Hilfe. Die Gebühren sind wie bereits erwähnt verkraftbar, können sich aber auch zwischen den Vermittlern unterscheiden. Wir arbeiten gut mit den Pflegern von help4seniors zusammen, die kann ich zumindest empfehlen, aber es gibt auch viele andere gute Unternehmen. Im Internet werden zudem Vergleiche angeboten, man kann sich genau erkundigen und die Infos über Preise und Leistungsumfang einholen.
Problematisch ist demgegenüber die eigenmächtige Suche. Oft genug bieten sich auch Pfleger aus der Ukraine oder Moldawien an, doch die arbeiten natürlich schwarz und das ist nicht zu empfehlen. Im Alltag einer Betreuung von alten Leuten kann viel passieren und wer möchte schon mit einem Gesetzesverstoß konfrontiert werden, der nicht nur Strafe, sondern am Ende vielleicht auch noch riesige finanzielle Verpflichtungen mit sich bringt?
Polen in der Pflege – ich jedenfalls bin dafür! Meine Kollegen, denen ich von diesem Blogeintrag hier erzählte, finden das auch in Ordnung, schlicht weil wir hier an der Basis genau erkennen können, was auf uns zukommt. Und in Zukunft wird jede Hand gebraucht, das kann man mir schon guten Gewissens glauben!

Der Skandal um die Spenderorgane

krankenpflege-seniorenVoriges Jahr erschütterte ein Skandal um Spenderorgane die Bundesrepublik. Da wurden Wartelisten von geschäftstüchtigen Ärzten einfach umgangen, da wurde gekungelt und betrogen! Unfassbar, denn es wurden Organe, die zuvor einem menschlichen Körper entnommen wurden und die für einen Empfänger vorgesehen waren, der von Rechts wegen darauf Anspruch hatte, einfach an Wohlhabende weitergereicht! Ein typischer Ausweis der um sich greifenden Zwei-Klassenmedizin, wenn auch ein besonders fataler. Es ist ja bekannt, dass Privatpatienten, die in der Regel weit mehr als Kassenpatienten verdienen, viel schneller beim Arzt einen Termin bekommen und sich deshalb eine ganz andere Vorsorge und Behandlung leisten können. Wer Geld hat, der lebt auch länger, so die einfache Formel. Zugegeben, zu Geld kommt man durch fleißige Arbeit, durch Risiko und vieles mehr – und wer sein Vermögen auf moralisch zumindest einigermaßen akzepablen macht (denn ideale Wege gibt es nicht, außer vielleicht, aber auch nur vielleicht in der Kirche und dort liegt die Gesundheit ja auch nicht in den Händen des Menschen), der soll auch die beste Behandlung bezahlen können. Völlig ungerecht ist hingegen der Umstand des Erbens, dem man sich steuerrechtlich immer noch nicht aufmerksam annimmt und stattdessen das Vermögen und die Einkünfte der arbeitenden Bevölkerung schröpft! Erben, zumal solche, die richtig viel erben, die können sich im Zweifelsfall also eine neue Leber kaufen, nur weil sie ihr Leben in Saus und Braus verbringen? Das ist doch hochgradig ungerecht.

altenpflege-mit-herzDer Skandal jedenfalls, dass sich eben nicht an die mit Mühe und Sorgfalt erstellten Wartelisten gehalten wird, ist deshalb auch der Politik anzulasten. Normalerweise müsste der Bundesgesundheitsminister zurücktreten! Organe sind schließlich keine Massenprodukte wie Medikamente und wenn da über Monate und Jahre etwas schief läuft, muss das auch im Ministerium bekannt sein. Zumindest aber hat der Minister da seine Aufsichtspflicht verletzt, denn ein solches Thema bedarf aufgrund seiner Relevanz eine Überprüfung. Es werden doch keine Millionen Lebern verpflanzt wie Aspirin verschrieben und wenn das was schief läuft, sollte das irgendjemandem auch auffallen. Ist es aber offensichtlich nicht und nur ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Wie auch immer, unser Gesundheitssystem ist ungerecht, unflexibel und völlig undurchdacht. Ich habe immer geglaubt, dass Organhandel und solche Sachen nur in Schurkenstaaten passieren, bei uns, im feinen, reichen Deutschland habe ich das nicht für möglich gehalten. Und es war ja auch kein Handel, sondern lediglich ein Verschieben und Verschleiern. Gerade das macht es aber inmitten unserer angeblich so wohlhabenden Gesellschaft so skandalös!

Gesundheit und Pflege

Gesundheit ist das höchste Gut. So klingt es beinahe täglich in meinen Ohren, denn ich arbeite in einem Altersheim als Pflegekraft. Das klingt zunächst nach ziemlicher Routine und irgendwie langweilig, gleichzeitig wird uns Pflegern aber immer auch eine rosige Zukunft versprochen: Überalterung der Gesellschaft, rasantes Anwachsen pflegebedürftiger Menschen, die immer größer werdende Aufwendung finanzieller Mittel, um diese Entwicklungen abzufedern. seniorenpflege-24-stunden
Freilich merke ich von Anerkennung, gerade auch in finanzieller Hinsicht, überhaupt nichts. Natürlich, unsere alten Leutchen sind froh, dass sie hier (wie es in anderen Heimen aussieht kann ich nicht sagen) gut versorgt werden und sie einen würdigen Lebensabend verbringen können, manche von ihnen fern der Familie und Heimat. Und das sagen sie mir auch immer wieder und ich bin froh darüber, gebraucht zu werden.
Allerdings finde ich es skandalös, was die Politik und natürlich auch die Wirtschaft uns alles abverlangen. Da werden ständig Gelder gestrichen, Heime (so höre ich das jedenfalls) nicht richtig saniert, da wird sich von Amts Seite um jeden Cent bis aufs Letzte gestritten, als ob es hier um einen Auseinandersetzung der Kesselflicker ginge! Es geht aber, das muss man so sagen, um die Zukunft dieses Landes! Und die sieht nunmal, Fortschritt, Geburtenrückgang und Schlendrian sei Dank, nicht besonders jung aus. Wer zum Beispiel mal nach Amerika oder Asien fährt, der sieht dort fast nur junge Leute auf der Straße – ganz im Gegensatz zu hiesigen Verhältnissen! Gleich, niemand sollte zum Kinderkriegen gezwungen werden, sonst hätten wir ja willkürliche Zustände wie im damaligen Rumänien unter Ceaucescu. Dort wurde jede Frau quasi verpflichtet, vier oder besser mehr Kinder zu bekommen, die dann oft nicht versorgt werden konnten und in Waisenhäusern dahinsiechten. Mit Kinderkriegen ist es nämlich allein nicht getan, man braucht auch irgendeinen Plan, wohin unsere Gesellschaft denn steuern soll.
Aber gut, ich bin kein Politiker, ich pflege nur alte Leute. Und von denen wird es mehr geben, also sollten wir uns gefälligst darauf einstellen. Das gilt für den privaten wie öffentlichen Bereich gleichermaßen. Wir sollten akzeptieren, dass viel mehr Geld für altersgerechtes Wohnen und Leben in die Hand genommen werden muss als bisher und wir sollten gemeinsam an einer echten und vor allem wirksamen Strategie arbeiten. Alte Leute bringen nämlich zunächst einmal keinen volkswirtschaftlichen Nutzen, außer Konsum und damit das Ausgeben von zuvor gespartem Geld nehmen die meisten Rentner am Produktionsprozess kaum teil. Was technisch klingt, ist ein reales Problem, es zeigt sich in der immer schwieriger werdenden Arbeits- und Lastenteilung zwischen alt und jung. Ich will hier ein bißchen über meinen Alltag im Altersheim berichten und hoffe auf viele Leser.